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Kirche

Seit der Römerzeit ist Graubünden ein Transitland gewesen. So haben nicht nur durchziehende Handelsreisende und Soldaten, sondern auch irische Wandermönche unsere Bevölkerung beeinflusst. Die ersten eindeutig christlich fassbaren Spuren findet man in den Ruinen auf dem Crap Sogn Barcazi. Innerhalb der Burganlage erkennt man die Grundrisse einer alten Kirche mit Schiff, Chorraum und Altar, dem Heiligen Pankratius geweiht war. Vermutlich wurde sie im frühen 8. Jh. erbaut. Somit gehört sie zu den ältesten Kirchenbauten in Graubünden. Da sie aber schwer zugänglich war, hatten die Trinser schon im 13. Jahrhundert eine neue Kirche im Dorf gebaut.

Gewidmet war diese Kirche dem Heiligen Germanus und dem Heiligen Remigius. Beide Schutzheiligen stammen aus Auxerre (Frankreich) und wurden gegen Seuchen und Unglück angerufen. Während der Heilige Germanus u.a. als Helfer bei Feuersbrunst und Fieber galt, half Remigius gegen Epidemien und Fieber. Dies ist nicht verwunderlich, da die Kirche in einer Zeit gebaut wurde, in der weite Teile Europas unter der Pest litten. Der schweren Pestzeit von 1550 fielen 205 Menschen, jener von 1594, 208 Personen und jener im Jahr 1629, rund 300 Dorfbewohner von Trin zum Opfer.

Laut einer Inschrift im Chor der Kirche wurde der gotische Chor sowie das gotische Gewölbe des Kirchenschiffes im Jahr 1491 erbaut. Bei späteren Rennovationen konnte aber festgestellt werden, dass die Kirche auf älteren Fundamenten steht und dass es sich 1491 lediglich um einen Erweiterungsbau handelte.

Im 16. Jh. gehörten die Gemeinden Trin und Tamins zu den ersten, welche den neuen Glauben – die Reformation  – einführten. Familien, die ihre katholischen Überzeugungen nicht aufgeben wollten, hatten einen schweren Stand und mussten auswandern. Massgebend für den Durchbruch war Pfarrer Hartmann, der 1535 nach Trin kam.

Die geschnitzte Kanzel wurde um das Jahr 1680 erstellt. Die Orgel aus dem Jahr 1959 ist ein Werk des Orgelbauers Metzler in Dietikon. Die drei Glocken erhielt die Kirche 1889 im Zusammenhang mit der grossen Rennovation des Jahres 1888, als auch der Kirchturm seine jetzige Form bekam. Bei der grossen Innenrennovation der Kirche im Jahre 1958/59 wurden die alten, farbigen Fenster entfernt, was nicht ohne Protest blieb. 1985 (1.6.1986) wurden die fünf Fenster im gotischen Chor durch Farbfenster des Basler Künstlers Hanns Studer ersetzt. Die Farbfenster zeigen fünf verschiedene Themen aus der Bibel. Verlangen Sie beim Verkehrsverein die Broschüre "Die Farbfenster in Trin". Darin sind die Bilder im Detail erklärt. Die Fenster haben folgende Themen: Weihnachten / Karfreitag / Ostern / Taufe / Abendmahl.

Die nächsten Gottesdienste finden wie folgt statt:

Gottesdienste der Evangelischen Kirchgemeinde Trin.
Katholische Gottesdienste in der St. Josefskirche Flims-Waldhaus
 

Tipp des Monats

Die Zufahrt auf die Alp Mora ist für den privaten Verkehr gesperrt. Vom 26.6. bis 15.8.21 verkehrt 2x wöchentlich (jeweils Mi. & Sa.) ein Bus von Trin nach Purcs. Aufgrund des beschränkten Platzangebotes ist eine Reservation, bis spätestens um 16 Uhr am Vortag, bei der Gästeinformation in Flims, Laax, Falera oder Trin erforderlich. ► Weitere Informationen

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