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Gletschermühlen

Und sie mahlen bis in alle Ewigkeit!

«Wie an einer Perlenschnur aufgereiht präsentieren sich die Gletschertöpfe dem Wanderer, gefüllt mit kristallklarem Wasser» (Bündner Tagblatt, Simon Schick, 22.10.11)

Der Maliensbach, welcher auf der Trinser Alp Mora (1'900 m.ü.M.) entspringt, dreht seit hunderten von Jahren grosse Steine, Sand und Kies immer am gleichen Ort um die eigene Achse. So haben sich in Jahrhunderte währender Arbeit natürliche, Käsekessel grosse Badewannen (Gletschermühlen) gebildet. Jede «Gletschermühle» ist in seiner Form, seinem Aussehen und seiner Tiefe einzigartig. Die einen sind klein und fast kreisrund, die anderen hingegen ellipsenförmig udn genügend gross um darin zu baden. Die grösste und schönste Ansammlung an «Gletschermühlen» findet sich auf Höhe der Mutta Sura, wo die knapp 20 Gletschertöpfe auch gut zugänglich sind.  

Während den Sommermonaten wärmt sich das kristallklare Wasser in diesen Wannen auf und lädt Gross und Klein zu einem herrlichen Naturbad ein. Die «Gletschermühlen» sind immer mit Wasser gefüllt, auch dann wenn der Maliensbach kein Wasser führt! 

Für die rund 1‘200 Höhenmeter (Aufstieg von Trin auf die Alp Mora und zurück) sollte man rund fünf Stunden einplanen. Der anstrengende Aufstieg auf dem ehemaligen Alpweg von Trin oder via Bargis und die Alp Lavadignas auf die Alp Mora zahlt sich aber nicht nur durch das einmalige Badeerlebnis, sondern auch durch die wunderbare Aussicht und faszinierende Rundblick auf den Piz Beverin und das Safiental aus.

   



Wussten Sie dass...
Der Geologieprofessor der Universität Bern, Adrian Pfiffner, erklärt, dass ein Gletscher die Entstehung einer «Gletschermühle» zwar begünstigt für dessen Entstehung aber keinesfalls zwingend vorhanden sein muss. Ein weiteres Märchen um die Strudeltöpfe ist, dass sich in ihrer Mitte ein Stein oder Sand befinden muss. Solches Geschiebe kann gemäss Pfiffner zwar den Fels schön glatt polieren, ist aber nicht zwingend notwendig um den eigentlichen Topf zu erodieren. Grundvoraussetzung für die Entstehung einer «Gletschermühle» ist Wasser. Das Wasser muss eine starke Strömung haben so dass sich ein Strudel bildet (Bündner Tagblatt, Simon Schick, 22.10.11).



Tipp des Monats

Nach einem wunderschönen und langen Langlaufwinter, können die Loipen in Trin nicht mehr zufriedenstellend präpariert werden. Daher sind die Loipen ab Montag, 8. März 2021 geschlossen. In Bargis und Plaun dauert die Langlaufsaison noch bis am Ostermontag, 5. April 2021.

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